NFDI im Überblick: Workshop gab Orientierung für Einstieg und Beteiligung
Veröffentlicht am: 19. Oktober 2026
Wie vielfältig die Zugänge zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur sind, zeigte der virtuelle Workshop “How to NFDI” am 5. Oktober 2026. Zwei NFDI-Sektionen und das Konsortium NFDI4ING gaben Einblicke in Beteiligungsmöglichkeiten, Qualifizierungsangebote und fachspezifische Services.

Das zweistündige Format findet einmal im Jahr statt. 2026 wurde es von FDM.SH, der IG NFDI (https://fdm-sh.de/unsere-themen/nfdi/) und dem Bereich Forschungsdatenmanagement der Servicestelle Digitale Wissenschaft MV ausgerichtet. Dr. Julia Kobus nahm als Sprecherin der IG NFDI an der Veranstaltung teil. Der Workshop fand im Rahmen der Zusammenarbeit der FDM-Landesinitiativen und -Netzwerke aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein statt. Das Angebot richtete sich insbesondere an Vertretende von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit bislang wenigen Berührungspunkten zur NFDI und stieß auf rege Teilnahme aus ganz Deutschland.
Den Auftakt bildete Dr. René Ohlrau mit einem Überblick über die Struktur der NFDI und ihre Beteiligungsmöglichkeiten. Die anschließenden drei Beiträge spannten den Bogen von der themenübergreifenden Mitarbeit in NFDI-Sektionen bis zu den fachbezogenen Angeboten eines Konsortiums.
International vernetzen, Kompetenzen stärken
Dr. Christiane Schneide stellte die Sektion International Engagement (https://www.nfdi.de/sektion-international-engagement/) vor, die im März 2026 als sechste Sektion der NFDI gegründet wurde. Sie widmet sich der europäischen und internationalen Vernetzung und schafft Anknüpfungspunkte für die konsortienübergreifende Zusammenarbeit. In den Working Groups “Landscaping and Outreach” und “EOSC” haben die Arbeiten begonnen.
Welche Rolle Qualifizierung für einen verantwortungsvollen und FAIRen Umgang mit Forschungsdaten spielt, zeigte der Beitrag von Dr. Jens Dierkes zur Sektion Training & Education (https://www.nfdi.de/section-edutrain/). Die Sektion bringt Schulungsakteur aus NFDI-Konsortien, deren Partnereinrichtungen sowie weiteren Initiativen und Netzwerken zusammen. Im Mittelpunkt stehen der Erfahrungsaustausch, eine bessere Sichtbarkeit von Schulungsangeboten und die Harmonisierung von Kompetenzprofilen über alle Karrierestufen hinweg. Hinzu kommt die Entwicklung von Konzepten zur Qualitätssicherung von Schulungsmaterialien und -formaten.
Fachspezifische Services für die Ingenieurwissenschaften
Mit NFDI4ING (https://nfdi4ing.de/) stellte Klara Diester einen fachbezogenen Zugang zur NFDI vor. Die Vielfalt ingenieurwissenschaftlicher Forschungsdaten, Methoden und Fachkulturen stellt besondere Anforderungen an ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement. NFDI4ING bringt unterschiedliche Fachcommunities zusammen und unterstützt sie dabei, Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien, unter möglichst freien Lizenzen und in zitierfähiger Form zugänglich und nachnutzbar zu machen.
Der Beitrag gab einen Überblick über Services und Unterstützungsangebote für die Auffindbarkeit, Publikation und Nachnutzung von Forschungsdaten und Forschungssoftware. Fort- und Weiterbildungsangebote sollen zugleich die Datenkompetenz über alle Karrierephasen hinweg fördern und einen nachhaltigen Kulturwandel im Umgang mit Forschungsdaten unterstützen.
Verschiedene Wege in die NFDI
Der Workshop machte zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene Zugänge sichtbar: Sektionen bieten fach- und einrichtungsübergreifende Arbeitszusammenhänge, während Konsortien fachspezifische Communities, Services und Qualifizierungsangebote bündeln. Für Akteur aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen bot die Veranstaltung damit eine kompakte Orientierung, wo sie sich an übergreifenden Themen beteiligen und wo sie fachbezogene Unterstützung nutzen können.
Zur Veranstaltungsseite: https://fdm-sh.de/veranstaltungen/how-to-nfdi-informationen-und-austausch-zur-beteiligung-an-der-nationalen-forschungsdateninfrastruktur/